Die Paradoxe Intervention

Die paradoxe Intervention ist eine Methode der systemischen Psychotherapie, die in der neuro-linguistischen Programmierung eingesetzt werden kann. Eine paradoxe Kommunikation entsteht, wenn soziale Beziehungen innerhalb von Unternehmen, Familien oder sonstigen Beziehungen durch Muster zusammengehalten werden, die Ihnen oder anderen nicht guttun.

Die paradoxe Intervention funktioniert, da man im Rahmen der neuro-linguistischen Programmierung von folgendem Satz ausgeht: Jeder Mensch ist nach Selbstbestimmung bestrebt und möchte sich von einer Fremdbestimmung abgrenzen.

 

Wem bringt die paradoxe Intervention etwas?

Durch die paradoxe Intervention soll eine Perspektive verändert werden. Die Veränderung soll geschehen, um so althergebrachte Sichtweisen einzureißen. Sie kennen mit Sicherheit ältere Menschen, die sich gegen Homosexualität aussprechen. Oder die Überzeugung haben, eine Frau sei die Hausfrau und der Mann der Alleinverdiener der Familie. Natürlich sind das eher krasse Beispiele, aber solche Weltbilder gab es in den vergangenen Jahren zuhauf. Und noch heute gibt es Menschen, die sich noch nicht mit unserer modernen Lebensweise und den Modellen, die Diversität deutlich bejahen, abgefunden haben.

Solche Sichtweisen können Krisenherde und Problemverursacher sein. Um die Probleme, die mit Menschen solcher und ähnlicher Auffassungen zu lösen, kann die paradoxe Intervention helfen. Es geht hierbei nicht nur um generelle Weltanschauungen, die selbstverständlich gerne unterschiedlich sein dürfen. Sondern auch um soziale Systeme mit deutlichen Differenzen.

 

Wie funktioniert die paradoxe Intervention?

Geht es beispielsweise in einem Team darum, dass immer nur einer die Arbeit erledigt und den anderen vorwirft, sie würden nichts zum Gesamtergebnis beitragen, wird in der paradoxen Intervention empfohlen, dass die anderen Team-Mitglieder wirklich eine Zeit lang nichts machen und denjenigen, der die Vorwürfe formuliert hat, alles allein machen lassen. Dadurch merkt der vermeintliche Alleinunterhalter des Teams, dass er mit seinen Vorwürfen übertrieben hat und lernt schnell die Situation kennen, wie sie wäre, wenn seine überspitzten Vorwürfe wahr wären. Gleiches gilt natürlich auch für Paare: Wenn ein Mann seiner Freundin vorwirft, sie würde im Haushalt nichts tun, wird ihr empfohlen, eine Zeit lang wirklich nichts zu tun. So merkt er durch die paradoxe Intervention, dass sein Wunsch vielleicht berechtigt, aber im Zusammenhang mit einer völlig überzogenen Auffassung des Ist-Zustandes zusammenhängt.

 

Gegen die Angst mit paradoxer Intervention!

Aber auch, wenn es nicht um soziale Systeme und die Kommunikation zwischen Menschen geht, kann paradoxe Intervention hilfreich sein.

Haben Sie vor etwas Angst? Die am weitesten verbreiteten Ängste sind Lampenfieber, Höhenangst und Ängste vor Spinnen, Ratten, Schlangen, Dunkelheit oder Schulden. Die paradoxe Intervention hält auch hierfür eine neuro-linguistische Programmierungs-Methode bereit. Indem Sie sich geistig und auf paradoxe Art und Weise Ihrer Angst stellen, widersprechen Sie der Natur des Menschen. Wovor wir Menschen Angst haben, das wollen wir meiden.

Diese Eigenschaft ist jedem Lebewesen gleich. Daher wird diese Methode paradox genannt: Da wir uns hier mit dem konfrontieren, womit wir uns nicht konfrontieren möchten: Mit der Angst. Dadurch können Sie sich auf Situationen vorbereiten, vor denen Sie Angst haben. Und in der Regel erkennen Sie, dass der schlimmste Fall, der eintreten könnte, gar nicht so schlimm ist.

 

Mit der paradoxen Intervention durchbrechen Sie die Teufelskreise, die negative Gefühle und Ängste hervorrufen können. Und Sie erkennen womöglich sogar neue Zusammenhänge mit Ihren Ängsten, die Sie nie zuvor in Betracht gezogen haben.

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