Handlungskompetenz

Die Handlungskompetenz ist ein wichtiger Begriff der Psychologie. Aber auch in der Pädagogik und der Personalentwicklung ist der Begriff ein zentrales Element. Dabei beschreibt Handlungskompetenz die Bereitschaft des Einzelnen, sich verantwortungsvoll zu verhalten.

Berufliche, gesellschaftliche und private Situationen müssen mit einer gewissen Sachlichkeit angegangen werden, aber dennoch eine Balance aus Selbstverantwortung und sozialer Verantwortung beinhalten. Die Handlungskompetenz besteht also aus fachlicher und sozialer Kompetenz sowie der Selbstkompetenz. Der Handlungsregulationstheoretiker Volpert definierte effizientes Handeln 1974 als stabil-flexibel.

 

Wie Sie Handlungskompetenzen aktivieren

Ob Sie mit sich selbst, einer anderen Person oder einer Gruppe von Menschen interagieren, ist bei der Aktivierung der Handlungskompetenz nicht wichtig. Es kommt auf die Kommunikation und die Emotion an. Wollen Sie in einer Sache für Motivation und Aktivierung in allen Kernkompetenzen sorgen, sollten Sie…

  • Emotionen wecken für die soziale Verantwortung
  • Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen ansprechen
  • Durch Vertrauen den Wunsch zur Sachlichkeit und Professionalität entstehen lassen

Auch in der Werbung ist Handlungskompetenz ein elementarer Bestandteil beispielsweise bei der Gestaltung von Werbeanzeigen. Social Marketing nennen sich die Kampagnen, mit denen gemeinnützige Organisationen zum Handeln aufrufen und die Verbrauchergewohnheiten verändern wollen. Im Folgenden möchte ich Ihnen anhand einer fiktiven Werbeanzeige im Rahmen des Social Marketings erklären, wie Sie Handlungskompetenzen bei Ihren Mitarbeitern oder sich selbst aktivieren.

 

Emotionen für soziale Verantwortung

Dabei regt ein prägnanter Satz wie „Dieses Kind ist am verhungern!“ Emotionen an. Leben ist dem Menschen heilig und niemand möchte, dass ein Kind verhungert. Somit ist die wichtige Emotion für die soziale Verantwortung erregt.

Geben Sie Ihrem Mitarbeiter einen Auftrag, ist es enorm wichtig, dass er weiß, wofür er seine Arbeit erledigt. Ist der einzige Sinn seiner Arbeit, Zeit abzusitzen und Geld zu verdienen, wovon das Unternehmen und Sie auch noch etwas abkriegen, ohne aus seiner Sicht großartig dazu beizutragen, ist die Motivation und die Handlungskompetenz auf einem niedrigen Level. Sie können Ihre Mitarbeiter ohne flammende Rede anspornen, indem Sie beim Erklären der Aufgabe in ein paar Nebensätzen erklären, warum es wichtig ist, dass diese Aufgabe erledigt wird. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Mitarbeiter sich fühlt wie ein unverzichtbares Zahnrad in einer Maschine, die etwas Großes leisten wird.

 

Eigenverantwortung ist das A und O

Häufig finden sich auf solchen Anzeigeplakaten oder in Werbespots Aussagen wie: „Drei Euro sind ein Latte Macchiato für Sie – oder einen Tag leben für dieses Kind.“ Die Empfänger werden daran erinnert, wie gut es Ihnen geht und dass sie sich in einem reichen Land wie Deutschland kaum existenzielle Sorgen machen müssen. Es wird dem Empfänger bewusst, dass er die Macht und Verantwortung hat, für sich zu entscheiden. Was wird er mit seinen drei Euro tun? Wird er einem Kind das Leben retten wollen, oder sich den Latte Macciato im Café gönnen?

Im Umgang mit Ihrem Mitarbeiter ist es einfach, Eigenverantwortung für eine gelungene Handlungskompetenz zu stärken: Zeigen Sie ihm Ihre Anerkennung und stellen Sie Stärken heraus. Er wird sehen, warum er für diese Arbeit qualifiziert ist und Ihr Vertrauen zu schätzen wissen. Machen Sie klar, dass das Projekt in seiner Hand liegt und er die Verfügungsgewalt darüber hat, es zu etwas Großartigem zu machen.

 

Vertrauen für die notwendige Sachlichkeit

Der dritte und wohl wichtigste Punkt ist das Vertrauen. Nur seriöse Organisationen können im Rahmen des Social Marketings unterstützt werden. Skandale oder Aufdeckungen darüber, dass Spendengelder nicht ans Ziel gelangen oder schlechte Erfahrungen mit den Organisationen gemacht wurden, können jede soziale und eigene Verantwortung auslöschen.

Im Alltag bedeutet das für Sie: Vermeiden Sie Mikromanagement. Kontrollieren Sie weniger und vertrauen Sie mehr. Geben Sie Ihrem Gegenüber oder sich selbst eine Aufgabe und versehen Sie sie mit so wenig Einschränkungen wie möglich. Ihr Mitarbeiter wird sich schon organisieren und die Frist einhalten, auch wenn er noch nicht mit seiner Aufgabe begonnen hat.

Vertrauen führt zu Sachlichkeit und somit auch zum dritten Schlüsselstück der Handlungskompetenz.

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